Samstag, 12. Februar 2011
Montevideo, Punta del Diablo und Colonia, Uruguay
Hallo zusammen,

ich bin leider ein bischen im Rueckstand mit meinen Berichten. Es passiert so viel und es ist nicht immer Zeit und die Muse da, den Blog zu pflegen. Erschwerend ist auch noch die schlechte Internetverbindung, langsame PCs und die wenigen Rechner die von den Hostels zur Verfuegung gestellt werden. Leider bin ich auch nicht die einzige die etwas schreiben moechte und so ein Bericht braucht manchmal auch Zeit. So jetzt aber genug der Erklaerung.

Von Montevidoe haben wir uns irgendwie mehr versprochen. Irgendwie kam in der Stadt keine Stimmung auf und wir haben uns nicht wohl gefuehlt. Das einzige nette war eine kleine Party in einem Park am Strand, auf der eine Sambagruppe ihr bestes gab und wir ein bisschen im Takt der Trommelgruppe gewippt sind. Ich habe richtig Lust bekommen Samba zu lernen! Wer macht mit? Magic?
Ausserden war die Hostelsituation etwas strange. Petra und ich haben die letzten zwei Betten bekommen und die waren in einem 6er Maennerzimmer. Gegen gemischte Zimmer habe ich im Grunde nichts, aber irgendwie kamen wir uns fehl am Platze vor und haben uns nicht wohl gefuehlt..
So fiel uns der Abschied also nicht schwer als wir uns auf nach Punta del Diablo gemacht haben und wir endlich unseren lang ersehnten Strandurlaub machen durften.

Wie es bis jetzt fast immer ueblich war hat es natuerlich geregnet, als wir losgegangen sind. Aber nicht nur ein bisschen, sondern wie aus Kuebeln. Die ganzen Strassen waren ueberflutet und die Taxis sind alle ausgebucht gewesen, sodass wir den Stadtbus nehmen mussten. Auch nicht schlecht, aber nicht mit so viel Gepaeck. Aber wir haben unseren Anschlussbus bekommen und 4 Stunden spaeter in den verschlafenen Fischerort Punta del Diablo gelandet.
Diablo1



...aber es hat immer noch geregnet und es war windig und kalt... Am naechsten Tag hat sich der Ort aber in voller Schoenheit gezeigt und wir haben unseren ersten Tag am Strand verbracht. Baden gehen und Surfen lernen haben wir erst mal ausgelassen. Dat Wasser war scheisse kalt! Aber den Sonnenbrand und Caipirinha am Stand haben wir mitgenommen!

Baywatch

Abends haben wir uns dann in ein kleines suesses Restaurant gesetzt, mit Fleecejacken und trotzdem noch gefrohren. Das war wohl der Sonnenbrand...
Punta del Diablo Bar
Auf jeden Fall habe ich meinen ersten frisch gefangenen Fisch gegessen. Was das fuer einer war? Ein leckerer! Der Caipirinha hat uns wieder aufgewaehrmt!
Nach 3 Tagen sind wir dann aber auch schon wieder weiter gezogen.




Im Bus haben wir dann Jose kennengelernt. Ein Portugiese der in Deutschland aufgewachsen ist. Ich habe ihn wegen seines T-Shirts vom Koeln-Marathon angesprochen und so kam es, dass wir doch nicht weiter nach Colonia gezogen sind, wie es geplant war, sondern noch mal eine Nacht in Montevideo verbracht haben um uns den Karnevalsumzug anzuschauen. Unser Jose hat dann alles fuer uns arrangiert. So hatten wir dann ein nettes Hostel und Karten fuer den Umzug, den wir uns dann gemeinsam angeschaut haben.


Montevideo Karneval 1



Der Umzug war ganz interressant. Er bestand hauptsaechlich aus leider fast nur eintaktigen Trommlern, Fahnenschwenkern und sexy Sambataenzerinnen. Vorner dran liefen zu Beginn noch Capoairagruppen und ein paar Carnevalswaegen wie man es sonst kennt. Ich habe mir von den Trommelgruppen einiges mehr versprochen und leider etwas enttaeuscht. Aber es war eine tolle Erfahrung!
Montevideo Karneval 2







Ausserdem konnte Jose gut erzaehlen und sprach sehr gerne. Er hat uns den Abend ueber viel interessantes erzaehlt und gelehrt *lach*
Es war ein angenehmer Tag und er hat sich sehr gefreut mal wieder deutsch zu sprechen.

Nach einem kurzen Aufenthalt sind wir dann aber weiter gezogen nach Colonia. Eine wundervolle, kleine, sehr sympathische Colonialstadt die uns sehr gut gefallen hat. Grosse Strassen, ruhige Gegend, viel gruen, angenehme Menschen.